Versicherungsvertreter: Kniffe und Tricks
Es gibt eine Reihe von Versicherungsvertretern, bei denen sich die Vorteile sicherlich auch bewahrheiten. Wenn man weiß, wie Versicherungsvertreter geschult werden, wird schnell klar, warum sie oft als um es vorsichtig auszudrücken aufdringlich wahrgenommen werden. Grundsätzlich meiden Sie das Wort Versicherungen, weil die Vertreter wissen dass es abschreckt. Der Vertreter will dann auch beraten und hat ein paar Tipps. Er redet also zunächst von den gemeinsamen Bekannten, von Interessen des Kunden, über das Wetter, erkundigt sich nach den Hobbys und lobt die Einrichtung der Wohnung oder Tätigkeit des Kunden. So will er Sympathie erzeugen. Irgendwann spricht dann von Plänen zum Sparen, Kapital aufbauen Sicherheit. Gerade Sicherheit gilt nach der Bedürfnispyramide des Psychologen Marslow als zweitwichtigstes menschliches Bedürfnis. Ein so netter Mann kann schließlich keine schlechten Produkte verkaufen! Und schon kann der Vertreter den Antrag zücken, ihn von freundlichen Worten begleitet, ausfüllen, und die Unterschrift fällt, wie es in Vertretersprache heisst. Eine der beliebtesten Methoden ist die telefonische Vereinbarung eines so genannten Beratungstermins.
Der findige Vertreter schlägt vor, einmal ganz unverbindlich ein Blick auf die Versicherungen zu werfen, und wirbt mit seinem Computerprogramm und einer maßgeschneiderten Analyse. Im Wohnzimmer angekommen, lächelte ein wenig herum, schüttelt leicht den Kopf angesichts der einen oder anderen Policen und preist mehr oder weniger diskret seine eigene Gesellschaft. Der Vertreter wird immer Versicherungslücken entdecken. Doch dafür gebe es ein besonderes Angebot seiner eigenen Versicherung, die als besonders seriös und kulant bekannt sein. Bei Problemen sei man immer erreichbar, auch privat. Die Methode ist einfach: erst verunsichern und dann versichern. Oft hat der Vertreter auch noch der Nachdruck eines Verbrauchertests oder Kopien von Zeitungsartikeln dabei. Jede Versicherung hat ein Bonbon zu bieten, bei dem sie besonders günstig ist. Die Haftpflicht als Türöffner, und danach weitere Versicherungen abzuschließen. Die Mischkalkulation gleicht mögliche Verluste wieder aus. Auf Kundenfragen nach günstigeren Produkten ist er ein Firmenvertreter bestens vorbereitet und spricht davon, dass die Gesellschaft teuer ist, weil die kulanter sei als die Konkurrenz, oder aber was bei einem großen Gesellschaften des Produktes gekostet. Außerdem sei die Schadensregulierung beim eigenen Unternehmen wesentlich schneller, und die Versicherungen halte besondere Leistungen (auch wenn die Tarife immer nur ein Gesellschaften weit gehend identisch sind) bereit. Ist der Damm erstmal gebrochen und der Kunde zu einer Unterschrift bereit, heißt es für den Vertreter schnell handeln, bevor sich der Kunde anders überlegt. Beim Ausfüllen des Antrages werden sämtliche Versicherung über einen impulsiven Bedarf verkauft. Bei der Kraftfahrzeug -Pflichtversicherung fragen Vertreter ganz nebenbei, ob man denn auch die Insassen mitversichern wolle, und ping ist auch schon ein Kreuzchen bei der für den Kunden überflüssigen Versicherung gemacht. Reisebüros verkaufen auf diese Weise ganz nebenbei eine Reiseversicherung fürs Gepäck und Reiseantritt. Zum Anschluss wird der Vertreter sie fragen, und sie nicht noch zwei bis drei weitere Freunde und BBekannte haben, die an so einem guten Angebot interessiert sein könnten. Tun Sie ihm den Gefallen nicht: der Vertreter wird ihrem Namen als Türöffner benutzen, und ihr Freund könnte nach dem Besuch einmal der Freund gewesen sein. Wenn die Versicherung wirklich so gut ist, können sie ihrem Freund privat einen Tipp geben. Studien sagen dem Direktvertrieb eine glänzende Zukunft voraus. Nach Meinungen von Experten werden die so genannten neuen Vertriebswege über Banken, Handelsunternehmen, Makler und den Direktvertrieb von heute 12% auf 40% Marktanteil wachsen. Vor allem der Direktvertrieb wird zunehmen. Doch die Realität hinkt den Wunschvorstellungen hinterher je nach Schätzung wird der Direktvertrieb derzeit einen Marktanteil von zwei bis 5% angesiedelt. In den Niederlanden liegt der Marktanteil schon bei 25%, in Dänemark sogar bei 50%. Seit 1994 hat sich die Zahl der Direktvertreiber fast verdoppelt. Der Vorteil des Direktvertriebs sind die geringen Kosten. Die Abschlusskosten etwa in der Lebensversicherung liegen nur bei 20 bis 30% des Marktdurchschnitt.
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