Pfandbrief und kommunale Obligationen
innerhalb der festverzinslichen Wertpapiere bilden Pfandbriefe und kommunale Obligationen eine besondere Gruppe: Sie zeichnen sich gegenüber allem anderen die besondere Sicherheit aus. Um ihre Vorteile besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Herkunft und die innere Logik von Pfandbriefen.
Seit 1995 gibt es sogenannte Jumbo-Pfandbrief. Sie wurden extra für institutionelle Großanleger geschaffen. Diese Jumbos garantieren durch ein spezielles Marketing, das an der Börse stattfindet, eine höhere Liquidität als herkömmliche Pfandbriefe. So wird der deutsche Pfandbriefmarkt nun zunehmend auch für ausländische Großanleger attraktiv, die diesen noch bis vor Kurzem vor allem wegen seiner Illiquidität gemieden hatten. Die zunehmende Bedeutung der Pfandbriefe am deutschen Rentenmarkt hat dazu geführt, dass Indizes für diese Papierart kreiert wurden: der deutsche Pfandbriefindex PDEX und der deutsche Jumbo-Pfandbriefindex PEX. Der deutsche Pfandbriefindex PDEX lehnt sich im Konzept an den Rentenindex REPEX an. Er besteht aus 30 fiktiven Pfandbriefen, bei denen die Nominalzinssätze, Laufzeiten und Gewichtung denen der 30 fiktiven
REX- Anleihen entsprechen. Der JPEX ist ein Index, der die Kursentwicklung der hauptsächlich für institutionelle Großanleger geschaffenen deutschen Jumbo-Pfandbriefe abbildet. Der JPX besteht aus 30 fiktiven Jumbo-Pfandbriefen, die in gleicher Weise wie die der atypischen Anleihen des REX und des PEX zusammengestellt wurden. Der JPX wird auch als Performanceindex (JEXP) bezeichnet. Emittenten von Pfandbriefen: Zur Gruppe der Pfandbriefemittenten gehören nur 45 Kreditinstitute. Dabei lassen sich drei Gruppen von Pfandbriefen unterscheiden: die privaten Hypothekenbanken, die öffentlich - rechtlichen Pfandbriefemittenten und die Geschäftsbanken. Andere Kreditinstitute verfügen nicht über das Recht, Pfandbriefe auszugeben.
Pfandbriefe können Sie bei jedem deutschen Kreditinstitut kaufen. Außerdem Fonds wird der Kauf und Verkauf der Pfandbrief auch über die Börse möglich. Das ist jedoch nur über eine Bank oder Sparkasse möglich, in der Anleger zuvor in entsprechende Kauf - und Verkaufsorder erteilt haben. Die meisten Pfandbriefe werden heute nicht nur als Einzelurkunden, so genannte effektive Stücke, ausgedruckt. Vielmehr erfolgte Kauf oder Verkauf mäßig. Das System ist der Bewegung auf einem Konto vergleichbar. Pfandbriefe kann der Anleger von seiner Hausbank verwalten lassen oder aber von der Hypothekenbank, die das Papier ausgegeben hat. Die Verwahrung übernimmt, wie bei allen festverzinslichen Wertpapieren, die Verwaltung. Das heißt, die Bank überwacht Zins und Fälligkeitstermin. Anfallende Zinsen und Einlösungsbeträge werden ausgezahlt. Bundesanleihen in Bundesobligationen: Dabei handelt es sich um langlaufende festverzinsliche Wertpapiere. Bundesobligationen unterscheiden sich durch kürzere Laufzeiten. Beide Anleiheformen zeichnen sich durch hohe Sicherheit aus. Fast 40% aller Deutschen haben Papiere sind Bundesanleihen und - Obligationen. Sie gehören damit zu den bedeutendsten deutschen Anleihen und sind gleichzeitig eine wichtige Finanzierungsquelle für den Staat. Bundesanleihen und - Obligationen werden an der Börse gehandelt. Bundesanleihen laufen meist über eine Laufzeit von 10 Jahren. Möglich sind aber auch 12 Jahre, 15 Jahre oder länger. Bundesobligationen laufen fünf Jahre. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Der Verkauf über die Börse ist jederzeit möglich. Die Zinszahlung erfolgt jährlich.
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