Gemischte Fonds, vermögensverwaltende Fonds, Superfonds
Anlagen, die sich auf diese beiden Wertanlagegattungen konzentrieren, werden oft den gemischten Fonds zugerechnet. 1998 wurden neben den gemischten Wertpapierfonds die in Aktien - und Rentenwerte investieren, auch so genannte gemischte Wertpapier –und Grundstück-Fonds eingeführt. Davor war es den gemischten Fonds nämlich nicht erlaubt, sowohl in Wertpapiere als auch Immobilien zu investieren. So richtig von Erfolg gekrönt war diese Formkategorie nicht, weil sich die Investmentbranche damals zunächst auf die Altersvorsorge - Fonds und dann auf die seinerzeit ebenfalls neun Dachfonds konzentrierte. Zum 1.1.2004 trat an das neue Investmentgesetz in Kraft unerlaubte so genannte
Super-Fonds. Sie können in einer Anlageklassen, wie Aktien, Renten, Immobilien oder auch den Geldmarkt, investieren. Dabei nutzen sie die komplette Bandbreite an Instrumenten - von Einzelwerten über Fondsteile bis hin zu Derivaten und Hedgefonds- und erreichen so eine breite Risikostreuung über alle Eiszeitklassen. Da Superfonds Unsicherheiten an den Märkten über Derivate absichern dürfen, werden sie auch oft als sichere Fonds bezeichnet. Da Superfonds im Prinzip in fast alles investieren dürfen, handelt es sich hier um eine sehr heterogene Fondskategorie, während Fonds einander nur schwer vergleichbar ist. Die Performance von gemischten Fonds klaffen weit auseinander, denn es gibt gemischte Fonds, wie stärker in Aktien investiert, sind als so mancher Aktienfonds und sich daher ähnlich, wie Aktienfonds verhalten. Auf der anderen Seite gibt es auch gemischte Fonds, die sicher anlegen und daher weitgehend, wie Rentenfonds reagieren. Im Allgemeinen grenzen gemischte Fonds hinsichtlich ihrer Performance ihres Risikos zwischen Aktien- und Rentenfonds. Der Vergleich von gemischten Fonds untereinander ist problematisch, wenn die Gewichtung von Aktien- und Rentenfonds kann, so unterschiedlich sein, dass man einen Vergleich zwischen Äpfeln Birnen gefährlich nahe kommt. Beim Vergleich von gemischten Fonds sollen Sie daher auf jeden Fall neben der Performance auch das eingegangene Risiko betrachten. Gemischte Fonds eignen sich für die mittelfristige Anlage: zwischen drei und 10 Jahren. Ein Wechsel von einem Fonds in alle anderen ist nicht nötig, daher ist die Strategie kaufen und liegen lassen die Richtige.
Bei gemischten Fonds kümmern sich der Fondsmanager nicht nur um die richtige Auswahl von Aktien oder Anleihen, sondern auch um die richtige Gewichtung zwischen beiden Werten die weit gehenden Anlagemöglichkeiten der gemischten Fonds können aber für den aktiven Anleger ein Problem darstellen. Möchte er gerade seinen Aktienanteil erhöhen, da in nächster Zeit gute Chancen wittert, kann er zwar stärker in Aktienfonds gehen. Hält er aber gleichzeitig nach Anteil an einem gemischten Fonds, kann es passieren, was der Fondsmanager eine konträre Meinung vertritt und daher seinen Aktienanteil im gemischten Fonds produziert. Auch die steuerliche Planung ist mit vielen gemischten Fonds schwierig, da man nie genau weiß, wie hoch der Fonds aktuell erneuern investiert ist und wie viele Zinserträge in einem Kalenderjahr anfallen werden. Auch dies gilt nur bis Ende 2008. Einige Marktbeobachter verwerfen gemischte Fonds daher als Instrument. Wer auf Produkt - Klarheitswert legt, ist bei gemischten Fonds daher meist nicht gut aufgehoben.
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