Geld anlegen will gekonnt sein – so spart man richtig!
Vom Sparen allein ist noch niemand so richtig reich geworden - man muss das Geld auch richtig anlegen! Ein sehr häufiger Fehler besteht darin, sich viel zu früh auf langfristige Verträge festzulegen.
Jeder, der mit geringen Beiträgen zu einem Vermögen kommen möchte, kann grundsätzlich auf die Zeit und den Zinseszins setzen. Deshalb gilt, wer mit dem Sparen beginnt, erzielt beachtliche Summen. Der Erste in einen Sparvertrag eingezahlte Euro ist der Wichtigste, weil er länger arbeitet als alle Folgenden. Grund ist de Zinseszins: Zum ersten Zins wird wie bei einem Schneeballeffekt Jahr für Jahr weitere Zinsen aufaddiert. Aus diesem Grund bis werden aus monatlich angesparten 100 € zu einem moderaten Zins von jährlich drei Prozent nach 10 Jahren 13.980 € und nach 30 Jahren 58.914 €.
Die Vermögensbildung funktioniert also auch mit relativ bescheidenen Mitteln. Grundsätzlich sollte jeder Sparen daran denken, dass während es ihm gut geht, rechtzeitig für die Zukunft und vielleicht für schlechtere Zeiten vorzusorgen. Ziel jeder Vermögensbildung ist es, heutiges Einkommen in der Zukunft verwenden zu können. Deshalb ist hier Vermögensbildung auch gleichzeitig Altersvorsorge. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ein großes oder kleines Vermögen ansparen. Ihr gesamtes Vermögen wird für drei Einsatzarten herhalten müssen: als Notgroschen in der Altersversorgung, Silbergroschen für unvorhergesehene Ereignisse wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder unerwartete Reparaturen. Es soll größere Ausgaben aller Art abdecken wie ein neues Auto oder eine teure Reise und einen Hauskauf. Und es muss ein Teil der Versorgung im Alter übernehmen. Der Gedanken der privaten Altersvorsorge wird immer wichtiger, weil der demografische Wandel unserer Gesellschaft an den Säulen unserer staatlichen Rente rüttelt. Die heranwachsende Generation ist zahlenmäßig zu klein, die bisher übliche Rente zahlen zu können.
Grundsätzlich zählt, dass jeder Euro, den man heute nicht ausgibt, ein Euro mehr für die Zukunft ist. Es muss aber nicht gleich ein Rentenvertrag sein. Viel wichtiger als eine langfristige Investition ist es, kontinuierlich Geld anzulegen. Man fährt damit anfängt umso besser! Der Grund, warum alle Experten dazu raten, möglichst früh mit den Aufbau zu beginnen, ist besagter Zinseszinseffekt. Die Zinsen addieren sich zu der ursprünglichen Summe und werden als Ganzes weiter verzinst. Während ein Einstieg in jungen Jahren mit geringen Beiträgen möglich ist, wird der Aufwand bei späterem Einstieg immer größer, wenn sie das gleiche Ergebnis erzielen wollen. Der Zinseszins ist ein wichtiger Faktor zur Bewertung von Finanzprodukten. Dabei kommt es besonders darauf an, wie Kosten abgerechnet werden. Produkte, bei denen von jeder einzelnen Einzahlung ein Kostenanteil abgezweigt wird (beispielsweise bei Investmentfonds) sind günstiger für sie als eine Anlageform, bei denen erstmals sämtliche Kosten abgestottert werden und danach der eigentliche Sparvertrag beginnt (traditionell etwa bei Kapitallebensversicherungen). Ein ganz praktischer Tipp ist dabei, Produkte, bei denen mit dem Ersten in den ersten Monaten zunächst alle mit dem Vertragsabschluss anfallenden Kosten, beispielsweise Vermittlungs-, Provisions- und Bearbeitungsgebühren, abgedeckt werden, bevor überhaupt der erste Euro angelegt ist. Es gibt viele verschiedene Anlage, jede hat ihre Vor - und Nachteile. Generell kann man in zwei Gruppen unterteilen: jene, die sie leicht wieder auflösen können, wo Sie also schnell wieder flüssig sind. Sie bringen aber in der Regel weniger Ertrag (Rendite). Und jene bei denen sie sich länger binden müssen, aber dafür eine höhere Rendite erhalten. Leider legen sich die meisten Menschen viel zu früh auf langfristige Produkte fest!
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