Discountbroker: Vor- und Nachteile
Discountbroker bieten den Vorteil, dass man Fondsanteile zu einem reduzierten Ausgabeaufschlag erwerben und kostengünstig verwahren kann. Außerdem erhält man Zugang zu Fonds unterschiedlicher Gesellschaften. Einige Discountbroker bieten Monats-Sparpläne für Fonds an, die sonst mit größeren Summen erhältlich sind. In der Regel ist schnelles, zeitunabhängiges Handeln über Internet, Telefax oder Telefon möglich. So können Sie sich auch am Wochenende oder abends mit der Geldanlage befassen. Alle Wertpapiere (Zertifikate, Aktien, Renten etc.) werden in einem einzigen Depot gehalten und es ist nur noch einen Freistellungsauftrag nötig bis Ende 2008. Einige bieten online sehr gute, unabhängige Informationen, zeitnahe Kurse und so weiter an. Einige bieten interessante Informationsveranstaltungen an und ermöglichen den vergünstigten Bezug von Fachzeitschriftzeitschriften.
Nachteile von Discountbrokern sind darin zu sehen, dass sie in der Regel keine Beratung oder nur eingeschränkte Hilfestellung bei Fragen anbieten, um Kosten zu sparen. Ein persönlicher Ansprechpartner steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Man muss eine Online-Verbindung haben und der Technik vertraut sein. Spar- und Auszahlpläne werden bei manchen Discountbrokers angeboten; dann nicht oder nur zu einem Fond angeboten. An manchen Discountbrokern werden nicht alle Fonds zu einem reduzierten Ausgabeaufschlag angeboten. Die Buchführung ist meist in Deutschland, auch wenn Anteile ausländischer Fonds gehalten werden; das heißt, Zinsabschlagsteuern werden abgezogen, auch bei ausländisch notierten Fonds, was sich steuerlich nachteilig auswirken kann- oder ein Freistellungsauftrag ist erforderlich.
Bei erneuter Anlageausstellung fällt erneut die Zahlung des (reduzierten) Ausgabeaufschlags an. Wer häufig switchen, fährt eventuell bei Discountbrokern schlechter als bei anderen Vertriebsstellen. Oft wird eine Depotgebühr verlangt, während einige Fondsgesellschaften kostenlose Investmentbanken anbieten. Das Identitätsverfahren erscheint manchen Kunden kompliziert.
Es gibt kaum eine Großbank die nicht ihre eigene Discountbroker hat. Auch unabhängige Anlageberater bieten Investmentanteile zum Discount an. Bevor sie sich für einen bestimmten Discountbroker entscheiden, sollen Sie klären: Welche Fonds Sie können Sie über den Discountbroker kaufen? Einige bieten nur die Fonds von wenigen Gesellschaften an. Wie hoch sind die Rabatte für diejenigen Fonds, für die Sie sich interessieren? Welchen Service bietet der Discountbroker? Stellte ihnen zum Beispiel eine Übersicht in die steuerlich relevanten Information zur Verfügung? Wie gut und zeitnah sind die Informationen, die er ihnen zur Verfügung stellt? Bietet er eine kostenlose Servicenummer oder telefonische Beratung? Für welche Fonds bietet der Discountbroker Spar-oder Auszahlpläne an? Wie gut und übersichtlich empfinden Sie die Online-Oberfläche? Kommen Sie mit der Online-Bedienung gut zurecht? Wie hoch sind die versteckten Kosten, z. B. für die Kontoführung, Grundpreis pro Geschäft? Diese Kosten können insbesondere bei kleineren Anlagen oder Betrieben ins Geld gehen. Durch ein Musterportfolio, das sie bei der jeweiligen Direktbank anlegen, können Sie leicht testen, wie sie mit der Online-Oberfläche zurechtkommen. Die Discountbroker haben ein Trend eingeläutet, in der Ende Investmentlandschaft zunehmend zu beobachten ist: Die Ausgabeaufschläge geraten unter Druck, und es werden bereits einige Nullfonds angeboten. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie schaun ob die Discountbroker auch Anteile von ausländischen Fonds auf ein Depot in Deutschland übertragen. Durch die eigenwillige Besteuerung dieser Voraus kann es beim Verkauf zu bösen, steuerlichen Überraschungen kommen. Verkaufen Sie solche Fondsanteile aus den bisherigen Depot kaufen Sie einen steuerlich unproblematischen Fonds über den Discountbroker.
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