Archive for the 'Finanz News' Category

Autozulieferer gewinnt beträchtlich

Der Kolbenhersteller Mahle konnte 2010 wieder schwarze Zahlen verzeichnen. Dies ist eine gute Nachricht im Vergleich zum letzten Jahr, in welchem nur 3,8 Milliarden Euro an Umsatz erwirtschaftet wurden. In diesem Jahr jedoch steigerte sich der Gesamterlös um 38 Prozent: Nicht mehr ein Minus von 379 Millionen Euro, sondern Gesamterlöse in Höhe von 2,5 Milliarden Euro lassen sich im laufenden Jahr verzeichnen; für den Umsatz im Ergebnis für den aktuell absehbaren Jahresabschluss lassen sich 4,9 Milliarden Euro an gesamtem Umsatz hochrechnen, wie es zum 6.9.2010 von der Leitung des Unternehmens (nämlich dem Direktor Heinz Junker) in Stuttgart verlautbart wurde.

Privatinsolvenzen steigen beträchtlich

Das erste Halbjahr 2010 kann mehr als 69.000 Privatinsolvenzen in Deutschland verbuchen. Dies sind 12,8 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich, so analysierte die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel. 2007 war bisher als "Rekordjahr" mit insgesamt 137.000 Privatinsolvenzen in die Geschichte eingegangen; jedoch dies, so meinen Experten, kann 2010 noch übertroffen werden. Als Ursachen können einzeln oder kombiniert ein falsches Konsumverhalten, Trennungen, Krankheitsperioden sowie Arbeitslosigkeit festgestellt werden. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 85 Insolvenzen pro 100.000 Einwohner; im Norden Deutschlands wird dieser jedoch weit übertroffen: Hier konsultierten im Verhältnis zur selben Einwohnerzahl in Bremen 167, in Niedersachsen 115 sowie in Schleswig-Holstein 114 Privatpersonen das Insolvenzgericht.

Krankenversicherungssystem wird gerechter

Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, werden zukünftig die privaten Krankenversicherungen dieselben Preise für Arzneimittel zahlen, wie es bei gesetzlichen Versicherern der Fall ist. Dies, so heißt es, solle im Rahmen der Gesundheitsreform angegangen werden; zusätzlich werde weiterhin auf eine intensivierte Kooperationsbereitschaft zwischen PKV und GKV Wert gelegt. Bisher nämlich zahlten Privatversicherer weit höhere Preise für gleiche Leistungen; dies jedoch wird im Rahmen des "Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts" langfristig nicht mehr der Fall sein, wie Experten der Union wie der FDP feststellten. Es sei nicht mehr haltbar, dass bestimmte Industriezweige nicht marktgerecht, sondern durch willkürliche Preispolitik (hier: die PKV waren bisher von Preisregeln der GKV ausgeschlossen) profitieren.

(Süd-)Deutsche zahlen zögerlicher

Wie eine Studie feststellt, hat sich die Zahlungsmoral der Bundesbürger noch verschlechtert; vor allem gegenüber süddeutschen Unternehmen. 2.200 Unternehmen in 10 Ländern Europas waren gemeinsam von der EOS sowie vom Marktforschungsinstitut Ipsos befragt worden. 2009 waren in Deutschland noch 2,1 Prozent aller Rechnungen nicht bezahlt worden, 2010 sind es derzeit bereits 2,8 Prozent. Dies gliedert sich in Geschäftskunden, die nicht zahlen (2,8 Prozent) und in Privatkunden (2,6 Prozent). Da jedoch, so begründet man es, im Süden Deutschlands wichtige Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Unternehmen mit Exportanteil beheimatet sind, sind dort auch die Forderungsausfälle am höchsten, insbesondere von Geschäftskunden (4,2 Prozent). Positiv formuliert heißt dies: 81,4 Prozent aller Deutschen zahlen innerhalb von 20 Tagen; dies tun ebenso 84,4 Prozent aller Ostdeutschen. Deswegen: Im Vergleich zu den anderen untersuchten europäischen Staaten kehren sich trotz allem (pauschal-statistisch betrachtet) die Deutschen als auffällig pünktlich zahlende Kunden heraus.

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IWF: Warnt Länder

Nach einer neuen Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) können Länder, die einer globalen Wirtschaftsbedrohung mit einem guten Spielraum entgegensehen, von nationalen Märkten klar abgegrenzt werden, bei denen die Wirtschaftslage sich bei wirtschaftlichem Druck zukünftig spürbar gespannt entwickeln könnte. Zu den eher "gewappneten" Ländern gehören Norwegen, Neuseeland, Südkorea, Dänemark und Australien. Als "kritischere" Länder sind hier Irland, Island, Großbritannien und die USA zu benennen, während der IWF die größte Bedrohung auf Japan, Portugal, Italien und Griechenland bei wirtschaftlichen Schwankungen zukommen sieht. Bei der zuletzt aufgeführten Gruppe wird sogar die Warnung vor "problematischen Schuldenständen" ausgesprochen, sollten hier nicht vorausschauend schadenbegrenzende Maßnahmen kompetent entschieden und in die Praxis umgesetzt werden können. Insgesamt hat der IWF Studien über die Verschuldungslage von 23 Staaten vorgelegt.

Gazprom: Steigert sich

Das russische Staatsunternehmen Gazprom überstieg die Erwartungen von Experten und verdreifachte bereits im ersten Quartal des Jahres 2010 seinen Nettogewinn auf 8,3 Milliarden Euro (in Rubel: 324,9 Milliarden). Die reinen Einnahmen erhöhten sich in diesem Zeitraum um 14 Prozent, nämlich um 24,3 Milliarden Euro. Dies entspricht ungefähr einem Betrag von 956,8 Milliarden Rubel. Der Konzern führt diese radikale Steigerung des Gesamtgeschäftes auf die besondere Nachfrage nach Öl- und Gaslieferungen zurück, die durch den vergangenen, teilweise überraschend strengen Winter in Europa ausgelöst worden war. Diese Zahlen hatte der Konzern in der KW 35 als Zwischenbilanz für die Monate Januar bis März 2010 bei den entsprechenden Regierungsstellen in Moskau vorgelegt, sodass diese zur regelmäßigen Veröffentlichung gelangten.

Continental: Leiht Geld

Für die Laufzeit von 7 Jahren wird Continental aus Hannover Anleihen im Gesamtwert von zumindest 750 Millionen Euro aufnehmen. Dies geschieht zum zweiten Mal im Jahre 2010; bereits im Juli ging es um denselben Betrag bei 8,5 Prozent Verzinsung. Banken, bei denen Continental verschuldet ist, hatten einen gestreckten Ausgleich für ihre Häuser gefordert mit dem Hinweis, ein Teil möge durch Bonds finanziert werden. Diese werden nun im In- und Ausland platziert; mit der direkten Realisierung hat Continental ein Bankenkonsortium beauftragt. Dieses wird von der Deutschen Bank geführt und besteht weiterhin aus der HSBC, der DZ Bank, der Credit Agricole (CIB), der BNP Paribass, der Bank of America und Merrill Lynch.

Deutsche Post AG: Behält recht

907 Millionen Euro hatte die Deutsche Post AG von der Bundesrepublik im Jahre 2007 erhalten. Hierbei handelte es sich um eine staatliche Beihilfe für den Brief-Universaldienst. Genau eine solche Beihilfe hatte die Europäische Kommission bereits 2002 verboten; in ihrer Klage dagegen hatte die Deutsche Post in erster Instanz im Jahre 2008 recht bekommen. Gegen diesen Entscheid war es nun wieder die Europäische Kommission, die vor höherer Stelle hiergegen klagte: Ein daraufhin folgender Rechtsstreit zog sich nun vor dem Europäischen Gerichtshof bis zum 2. September 2010 hin: Hier wurde nun entschieden, dass die Zahlung rechtmäßig erfolgte und von der Deutschen Post AG keine Rückzahlung gefordert wird.

USA: Wirtschaft blickt aufwärts

Die Bürger der USA haben ihre Ausgaben für den Konsum im Juli 2010 so intensiv erhöht, wie dies seit vier Monaten nicht der Fall war. Da auch die individuellen Monatsverdienste sich erhöhten, ist man nun guter Hoffnung, dass die Verbraucher weiter zum gemäßigten Wachstum der Vereinigten Staaten von Amerika beitragen. Die Konsumausgaben erhöhten sich nun um 0,4 Prozent, und damit um auffällig mehr, als dies von Finanzexperten vorherzusehen gewesen wäre; die Einkommen wiesen eine Erhöhung von 0,2 Prozent auf. Genau der Faktor des privaten Verbrauchs ist elementar für die US-Wirtschaft: Der Anteil am Gesamtvolumen beträgt zwei Drittel. Von April bis Juni des Jahres hatte sich dieser Faktor um 1,6 Prozent erhöht, in der Bundesrepublik waren es 9 Prozent.

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